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Von der Idee zum fertigen Film, Phasen der Filmproduktion: Filmproduzent erzählt

Wie läuft eine Filmproduktion ab? Die Produktion eines erfolgreichen Filmes ist ein komplexer Prozess und wir allgemein in 4-5 Phasen der Filmproduktion eingeteilt. Von der Entwicklung der Filmidee und dem Drehbuch über die Preproduktion (Vorproduktion) mit Planung und Organisation des Drehs zur eigentlichen Filmproduktion über die Postproduktion mit Filmschnitt, Audioabmischung, Colour Grading und Visual Effects bis hin zum Filmverleih und der Distribution des Filmes in die Kinos, an die Fernsehstationen bis hin zu den Video on Demand (VOD) Plattformen.

Preproduktion, Vorproduktion, Konzeption, Filmidee

Konzeption, Entwicklung Filmidee.

Preproduktion, Vorproduktion, Konzeption

Preproduktion, Organisation.

Phasen Filmproduktion Produktion Dreh

Filmproduktion und Filmdreh.

Phasen Filmproduktion Produktion Filmdreh Filmen

Filmen auf dem Filmset.

Postproduktion, Schnitt, Colorgrading, Visual Effects

Postproduktion: Montage, Schnitt.

Editor, Filmschnitt, Schnittplatz, Montage

Postproduktion: Colour Grading.

Filmverleih, Filmvertrieb, Filmdistribution

Filmdistribution (Filmfestival).

Filmverleih, Kinoauswertung, Distribution

Filmverleih und Kinoauswertung.

Filmvertrieb VOD Plattform

Filmvertrieb auf VOD Plattform.

Es gibt viele Arten von Filmproduktionen. Je nach Genre wird unterschieden wischen Spielfilm oder Dokumentarfilm aber auch in der kommerziellen Filmproduktion sind die Unterschiede gross. Von der Videoproduktion für ein viralen Clip über Schulungsfilme, Imagefilme bis zu Werbespots gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Immer steht die Idee im Zentrum und eine professionelle, zielgerichtete Filmproduktion als Voraussetzung um mit dem Film Erfolg zu haben. Eines bleibt aber gleich, und das sind die Phasen in denen die Filmproduktion abläuft. Hier ein Überblick um das Verständnis zu wecken, dass ein 5 Minuten Werbespot zwischen 500 und 200'000 CHF kosten kann.

Wie läuft der Prozess einer Filmproduktion in Phasen ab?

Der eigentliche Ablauf ist meist linear, das selbstverständlich z.B. die Farbkorrektur oder das Colourgrading nicht vor den Filmen gemacht werden kann. Auch braucht es ein Konzept und eine Filmidee, bevor mit der Kamera losgezogen wird. Auch wenn jeder Film ein ganz individuelles Werk ist, lässt sich der Entstehungsprozess wie folgt in grobe Phasen einteilen. Diesen Überblick ist auch für Projektmanager in den Werbeagenturen und auf seiten der Kunden in der Marketing Abteilung sehr hilfreich, u.a um die Projektplanung zeitlich einzuteilen.

Findung und Entwicklung einer schlagkräftigen Filmidee

Am Anfang jedes Filmes steht eine Idee. Ein Ziel soll erreicht werden, z.B. soll ein Protagonist dokumentiert, eine Brand gestaltet, ein Image einer Firma gefestigt werden. Es gibt tausend Ideen, aber nicht alle finden am Schluss ein Publikum, Dazu unser Blogartikel «Wo ist das Publikum». Nicht alle Ideen können am besten über das bewegte Bild kommuniziert werden, wo aber Emotionen geweckt, komplexe Sachverhalte einfach dargestellt, autentische, persönliche Inhalte glaubhaft kommuniziert und Aufmerksamkeit im INternet ergattert werden soll, dort sind Sie mit einer Filmproduktion richtig. Unsere Kollegen von Ludwigshafen haben die fünf Stärken des Mediums Film gut und knapp zusammengefasst. Ist einmal die Idee gefunden und der Entschluss gefasse einen Film zu drehen, so muss eine gute Geschichte gefunden werden. Dazu braucht es Recherche, Konzeption und filmisches Know-how. Die sich daraus ergebende Filmidee oder auch Filmbrief oder Filmbriefing genannt kommt oft bereits vom Kunden selbst. Je früher aber die professionellen Filmemacher beigezogen werden, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass das Projekt effizient durchgezogen werden kann und einen Erfolg wird. Zögern Sie nicht, uns schon in dieser Phase beizuziehen, je nach Projektart verrechnen wir für diese Arbeit Tagessätzen zwischen 500 und 1500 CHF. Rufen Sie uns an: 031 351 45 35.

Preproduktion mit Planung und Organisation

Die Preproduction oder auf Deutsch Vorproduktion ist die Phase der Filmproduktion, in der die Filmidee ausgearbeitet und deren Umsetzung gepannt wird. Auch wird in dieser Zeit der Dreh organisiert. Ein wichtiges Element der Preproduktion ist das Drehbuch. Dessen Erarbeitung kann viel Zeit in anspruch nehmenn und bestimmt weitgehend die Kosten der Produktion. Es werden die verschiedenen Drehorte (Locations) und Szenen bestimmt zudem der Cast (Schauspieler) und auch den Text. Hier entsteht unter anderem die Dramaturgie, der Spannungsaufbau und die einzelnen Szenen des Films auf dem Papier. Die inhaltliche Komplexität, die Länge sowie der bei einem Schulugsfilm der allgemeine Erklärungsbedarf bestimmen die Seitenzahl des Drehbuches.

Oft wird, gerade in Werbespots, zum Drehbuch auch ein Storyboard gezeichnet, welches nicht nur die Szenen beschreibt, sondern auch die einzelnen Kameraeinstellungen. Die Menge der zu filmenden Sequenzen kann anhand dieses Storyboards eruiert werden. Die bei der Produktion eines Storybords erstellten Zeichnungen verlangen bei einem Film von beispielsweise 2 bis 3 Minuten einen Aufwand von rund 1500 bis 2500 Franken. Auch wenn das teuer erscheint, so lohnt sich dies, da damit der Dreh viel schneller von statten geht.

In der Vorproduktion setzten wir auch einen Locationscout ein, um Drehorte zu suchen und ausgewählt, wo gefilmt werden soll. Dabei werden wenn möglich bereits Bewilligungen eingeholt, erste Kamera Einstellungen geplant und Faktoren wie Licht, Akustik, Raum, Stromversorgung, etc. unter die Lupe genommen.

Sind diese Arbeiten erledigt, muss ein Drehplan aufgestellt werden und den Dreh selbst muss geplant und organisiert werden. Dazu gehören sowohl die zeitliche Planung von Locations und Szenen sowie auch die Einplanung und Organisation vom benötigten Equipment und der Filmcrew. Oft wird hier auch eine rollende Planung vorgenommen, da es wegen des Wetter oder anderen misslichen Umständen immer wieder zu Verzögerungen kommen kann. Auch stellt Covid-19, repektive Corona uns vor zusätliche Schwierigkeiten, auch wenn wir das Schutzkonzept des Verbands Swiss Film Producers' Association strickte einhalten.

Als letzten Punkt schauen wir bei der Preproduktion auch auf die Nachhaltigkeit. Das heisst, wir vermeiden es, wenn möglich zu Fliegen und setzen auf die Bahn oder andere öffentliche Verkehrsmittel um die Crew und das Filmequipment zu transportieren. Team- und Materialtransporte werden gebündelt und emissionsarm durchgeführt. Zudem verpflichten wir uns zu einer CO2 Kompensation. Beim Catering verzichten wir auf Plastik und setzten regionale, saisonale Produkte für die Verpflegung der Crewmitglieder ein. Wir setzen umweltfreundlichste Technologien und Materialien zur Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauchs ein. Ökostrom, den Einsatz von LED Lampen, der Nutzung von Akkus statt Batterien, Baustrom statt Generatoren, Fahrzeugen mit Hybrid oder Elektroantrieb sind einige Stichworte. Nach Möglichkeit werden Produkte aus Recyclingmaterialien verwendet. Diese Aspekte gelten für uns ebenso bei der Auswahl von Lieferanten und Unterkünften.

Die eigentliche Filmproduktion

Nach langer Vorbereitung ist es nun endlich so weit. Lichter werden gesetzt, Schauspieler geschminkt, Kameras aufgestellt: Action und auf dem Filmset beginnt der Dreh. Die Dreharbeiten beginnen, das Fillmteams sowie die benötigte Technik und die notwendigen Requisiten sind planmässig vor Ort am Set. Je nach Projekt ist das Drehteam zusammengestellt. Die Realisierung eines kleinen Imagefilms ist bereits mit einer Crew von 2 bis 3 Leuten möglich. Grosse Produktionen verlangen in der Regel ein Vielfaches davon.

Das professionelle Filmequipment, welches nun zum Einsatz kommt ist oft sehr umfangreich und teuer. Das reicht von einfachem Beleuchtungsequipment bis hin zu Kran und Kamerawagen auf Schienen. Filmkameras und Filmobjektive, Monitore, Funkstrecken, Boommikrofone, Drohnen kommen je nach Szene zum Einsatz.

Postproduktion mit Filmschnitt, Audioabmischung, Colour Grading und Visual Effects

Film wird heute auf Datenträger aufgezeichnet, Deshalb kommt dem Datenhandling eine wichtige Bedeutung zu. Um mit dem Rohmaterial arbeiten zu können, muss dies oft in ein Proxie Format transcodiert werden. Auch ist ein Backup und das sichere Handling der Daten wichtig, damit nichts verloren geht.

Sind die Daten auf dem Schnittplatz geordnet abgelegt und alle Aufnahmen im Kasten, müssen diese vom Editor oder Cutter korrekt aneinandergefügt und auf den Frame genau geschnitten werden. Der Schnittplatz ist ein spezieller, leistungsstarker, professioneller PC mit minimal drei Monitoren, einer davon muss farbecht sein, um das Bild beurteilen zu können.

Ist der Fillm einmal geschnitten, kommt er ins Colour Grading. Das gefilmte Rohmaterial wird farblich bearbeitet und aufeinander abgeglichen, damit alle Szene aufeinander abgestimmt sind und das Bild die gewünschte Stimmung wiedergibt. Oft kommen dann noch Grafiken über das Bild gelegt. Aufwändigere (3D-) Animationen, Grafik-Designs, Textgestaltungen oder Motion Graphics können dem Film den letzten Schliff geben und ihn erst perfekt erscheinen lassen.

Ist das Bild fertig, wird an der Tonspur gearbeitet. Ob Stereo oder 7.1., die  Tonspur trägt enorm zur Stimmung im Film bei, auch wenn diese oft nicht  wargenommen wird. Das Sound Design mischt die am Fillmset on location aufgenommene Tonspur perfekt ab und arbeitet zusätzlich mit Soundeffekten. Diese sind ein äusserst starkes Instrument, um die Bildwirkung eines Films zu unterstützen und ergänzen. Dabei sind viel Geschick und Kreativität nötig, um die richtigen Töne im richtigen Masse einzusetzen. Die Filmmusik darf auch nicht fehlen. Der Soundtrack ist für jeden Film ein Muss. Oft wird diese Musik von einem Filmkomponisten speziell auf das Bild hin im Studio komponiert um die gewünschte Stimmung zu kreieren.

Zum Ton gehören nicht nur eine passende Musik und Soundeffekte, sondern bei Dokumentarfilmen oder kommerziellen Produktionen unter Umständen auch die Integrierung eines Sprechers oder einer Sprecherin, welche einen sogenannten Off-Kommentar oder Off-Text über den Film spricht. Diese Aufnahmen werden im Tonstudio gemacht und auch dort mit der Filmspur abgemischt.

Nun ist der Film fast fertig. Markt oder Testscreenings werden nun durchgeführt um durch minoritäre Änderungen das Optimum rauszuholen. Bei Auftragsfilm hat nun der Kunde oder die Kundin bei der Endabnahme das letzte Wort.

Filmverleih und Filmdistribution

In der letzten Phase der Filmproduktion, geht es um die Verteilung. Das fertige Material wird in verschiedene Endformate (DCP für Kino, MFX für Fernsehn, MPG für Streaming) gebracht und auf die möglichen Kanäle verteilt. Phase besteht bei Auftragsfilmen oft in Publikation auf Webseiten und Streamingplattformen wie YouTube und besteht zum grössten Teil aus Videosuchmaschinenoptimierung. Bei Kinofilmen kann diese Verleihphase aber sehr entscheidend sein, ob der Film sein Publikum findet. die Distribution eines Filmes läuft klassischerweise in den Phasen Festivalfilm, Kinos, Fernsehstationen bis hin zu den Video on Demand (VOD) Plattformen statt,  ist aber je längers je durchlässiger. Mehr dazu in unserem Blog im Artikel «Wo ist das Publikum?».

Wenn Sie noch mehr wissen möchten oder eine individuelle Beratung wünschen, sind wir gerne für Sie da. Sie erreichen uns per Telefon 031 351 45 35 oder per E-Mail.

Weitere Blogartikel der Agentur über Webdesign, Grafik, Fotografie, Film

Der Blog der Werbeagentur, Filmproduktionsfirma, Grafikatelier und Webagentur reicht bis vor das Gründungsjahr 2004 zurück und ist in folgende Kategorien gegliedert:

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