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Statement Verena Endtner, Regie «Gift im Stoff»

«Gift im Stoff»

ein Dokumentarfilm von Verena Endtner

Ein Erfinder,
eine App-Entwicklerin und
ein Molekularbiologe im Kampf gegen den Textilmüll.

Synopsis: Gift im Stoff – Der Weg zu enkeltauglichen Textilien.

In den 1920er-Jahren führten meine Grosseltern das Modehaus Rauch in Schaffhausen. Für sie war Kleidung weit mehr als Ware: Sie war Ausdruck von Identität, Wertebewusstsein und Tradition. Doch im Strudel der globalen Wegwerfmode haben sich Bedeutung und Wert von Kleidung grundlegend verändert. Was einst mit Liebe genäht und gepflegt wurde, wird heute in Massen konsumiert und ebenso schnell entsorgt. Ein Wandel mit weitreichenden Folgen für Mensch und Umwelt. Drei engagierte Persönlichkeiten aus der Schweiz stemmen sich dem entgegen. Der visionäre Unternehmer Manuel Schweizer hat eine neuartige Textilfaser erfunden, frei von Mikroplastik und Giftstoffen. Doch der Weg in den Markt ist steinig. Die Herstellung ist derzeit teurer als herkömmliche Kunstfasern. Gespräche mit Inditex, dem Mutterkonzern von Zara, verlaufen zwar vielversprechend, drohen aber an Kompromissforderungen zu scheitern. Nur wenn Manuel der Durchbruch im Fast Fashion- Segment gelingt, könnte seine Innovation global Wirkung entfalten – und die Mikroplastikflut eindämmen. Die junge Aktivistin Sophia d’Agosto hat sich von ihrer Konsumsucht befreit und kämpft gegen Wegwerfkleidung – und für eine Zukunft, in der bestehende Kleidung im Umlauf bleibt. Mit ihrer innovativen App will sie erreichen, dass ‹Pre-Loved› zur Norm wird. Der Molekularbiologe Roman Lehner reist von den Azoren bis aufs Jungfraujoch, um das unsichtbare Mikroplastik nachzuweisen. Er legt offen, was diese Partikel auslösen. Im Berner Labor macht er ihren Weg durch den Körper sichtbar, zeigt, wie mikroskopisch kleine Infarkte entstehen, die sich überall ablagern können. Wie poetische, reflexive Einschübe zieht sich die Geschichte meiner Grosseltern durch den Film - eine emotionale Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen dem ursprünglichen Wert von Kleidung und dem notwendigen Wandel von heute. Der Film ist eine Einladung zum Umdenken: Veränderung ist möglich – und sie beginnt bei dem, was wir tragen.