Die richtige Plattform hängt vom Einsatz ab Wer Online-Unterricht einführt, sollte zuerst die Rahmenbedingungen klären: vorhandene Infrastruktur, eingesetzte Hardware, technisches Know-how der Lehrpersonen, Gruppengrösse, Art der Inhalte, gewünschte Interaktion und die Frage, ob Lektionen später nochmals angesehen werden sollen. Erst aus dieser Gesamtsicht kann beurteilt werden, welche Lösung sinnvoll ist. Interaktive Live-Formate stellen andere Anforderungen als reine Streaming-Setups, und knappe Einführungszeiten oder begrenzte Budgets schliessen manche Systeme von Anfang an aus. Guter Online-Unterricht beginnt bei Bild, Ton und Umgebung Damit digitaler Unterricht professionell wirkt, braucht es eine stabile Internetverbindung, eine ruhige Umgebung, optimales Licht und sauberen Ton. Besonders wichtig sind ein geeignet gewählter Hintergrund, ein Headset für verständliche Audioqualität und ein Kamera-Setup, das direkte Ansprache ermöglicht. Wer Folien, Chat und Präsentation parallel nutzt, sollte diese Abläufe vorab testen. Gute Online-Präsenz ist kein Zufall, sondern das Resultat aus technischer Vorbereitung und sicherem Auftreten vor der Kamera. Einführung, Schulung und Coaching sichern den Erfolg Die Einführung eines virtuellen Klassenzimmers ist nicht mit der Auswahl eines Tools abgeschlossen. Damit die Lösung im Alltag funktioniert, braucht es klare Abläufe, Schulung der Lehrpersonen und nach Möglichkeit Probelektionen im geschützten Rahmen. Erst wenn Technik, Bedienung und Unterrichtsform zusammenspielen, wird aus einer Software ein funktionierendes Lernsetting. Genau hier lohnt sich eine neutrale Begleitung: von der Evaluation über die Projektleitung bis zu Coaching und Medientraining für Lehrpersonen und Präsentierende. Möchten Sie Online-Unterricht oder virtuelle Klassenzimmer professionell einführen? Wir beraten Schulen, Bildungsinstitutionen, Unternehmen und Organisationen bei der Auswahl, Implementierung und praktischen Nutzung von E-Learning-, Livestreaming- und Videokonferenz-Lösungen. Wenn Sie eine tragfähige und wirtschaftliche Lösung für digitales Teaching suchen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Gerne beraten wir Sie bei der Implementation einer Lernplattform, oder übernehmen die Projektleitung für die Einrichtung virtueller Klassenzimmer. Wir verstehen uns als neutrale Berater und sind unabhängig von einem System. Wichtig ist uns, dass wir auf Ihre Bedürfnisse eingehen können und die Lösung reibungslos funktioniert. Zudem muss die Lösung auch wirtschaftlich sein und zu Ihrem Budget passen. > Beratungsangebot Vorerst aber einige grundsätzliche Überlegungen zu den Kriterien, welche bei der Wahl einer Lösung berücksichtigt werden sollten, und Links zu möglichen Software-Tools. Liste der wichtigsten zu berücksichtigenden Faktoren: Bestehende Infrastruktur (Remote Access, VPN). Bestehende Hardware (Laptops, Betriebssystem, Cams). Bestehendes Know-how der Lehrerschaft. Anzahl Teilnehmende/Studierende pro Kurs. Was sind die zu vermittelnden Inhalte? Ist ein späteres Nachsehen der Videos erwünscht? Ist eine Interaktion z. B. via Chat oder Audio gewünscht? Braucht es Unterlagen für den Online-Unterricht? Wir erstellen eine Matrix mit Ihren Wünschen und Voraussetzungen, welche dann als Entscheidungsgrundlage dient. Sind zum Beispiel Unterrichtseinheiten mit interaktiver Beteiligung gewünscht, fällt u. a. YouTube als Lösung weg. Ist die Implementationszeit knapp, kommen grosse, komplexe Systeme nicht in Frage. Ist das Budget klein, werden wir tendenziell eher auf kostenfreie Lösungen setzen. Die Einführung eines Online-Tools erfordert unbedingt auch die Schulung der Lehrerschaft sowie der Schüler und Schülerinnen. Je nach Tool kann von einer gewissen Vorkenntnis ausgegangen werden. Bevor die Lehrerschaft aber auf die Lernenden losgelassen wird, empfiehlt sich auf jeden Fall eine Probelektion im geschützten Rahmen. Gerne nehmen wir von ALOCO auf Anfrage als Coaches daran teil. Neben Unterlagen wie Folien, Charts und PDFs kann virtuelles E-Learning auch interaktive Elemente wie Chats und (Video-)Anrufe beinhalten sowie Livestreams als wichtiges Element des Frontalunterrichts. Die richtige Kombination der einzelnen Elemente garantiert erst den Erfolg des Lernprogramms. Tipps für Online-Teaching im Homeoffice Wenn die Lehrpersonen im Homeoffice arbeiten, bedarf es, die Umgebung passend auszuwählen und allenfalls anzupassen. Eine schnelle Internetverbindung über Wlan oder besser über ein Netzwerkkabel ist die Grundvoraussetzung. Die Geschwindigkeit kann über die Website Speedtest.net getestet werden. Als Grundvoraussetzung gilt ein Minimum von 400 kbit/s Upload und 400 kbit/s Download. Aber auch der Ort, wo sich die Lehrperson mit dem Laptop hinsetzt, sollte gut gewählt sein, um ein gutes Bild für den Frontalunterricht zu bekommen. Hier ein paar kostbare Tipps: Ruhiger Standort (keiner, der stört, Türen zu, Fenster zu). Gutes Licht von seitlich vorn, möglichst gestreut. Headset (für gute Audioqualität unerlässlich wegen Rückkopplung). Möglichst keinen weissen Hintergrund, mit so viel Tiefe wie möglich, z.B. gegen einen offenen Raum hin. Optional zweiter Bildschirm, auf dem Folien & Grafiken zur Präsentation bereitgestellt werden können. Bleiben Sie während der Präsentation ruhig wie gewohnt und schauen Sie nicht auf den Bildschirm, sondern direkt in die Kamera. Allenfalls auch links oder rechts neben die Kamera. Wenn Sie gleichzeitig auch chatten und Fragen beantworten, so versuchen Sie beim Tippen, eine Folie einzublenden, damit Sie nicht auf den Bildschirm starren, was blöd aussieht. Fähiges Präsentieren vor der Kamera muss gelernt sein. Schauen Sie nach dem Live-Unterricht die Videos, wenn immer möglich, nochmals an, um Verbesserungen vorzunehmen. Falls Sie ein Medientraining für die Online-Präsentation wünschen, können wir Ihnen gerne einen Termin anbieten. > Medientraining für Online-Konferenzen und Online-Teaching Softwarelösungen, Tools und Apps fürs E-Learning via Videokonferenz Als letztes noch einen Überblick über die gängigsten Softwarelösungen und Apps, welche als Tools zum E-Learning unserer Meinung nach in Frage kommen und welche wir schon eingesetzt haben und empfehlen können: Skype : Eigentlich 1-zu-1-Videotelefonie, kann aber auch als Live-Video-Plattform für bis zu 10 Teilnehmende benutzt werden. > Kostenlos. Microsoft Teams : Das Nachfolgeprodukt von Skype Business ist stark in die Microsoft-Umgebung integriert und kann auch nur mit einem Office-365-Konto betrieben werden. > Kostenlos bis 22.90 CHF Facetime : Eine Videoanruf-App primär für Apple-Geräte, kann nur mit Mühe auf Windows- oder Android-Systemen zum Laufen gebracht werden. Maximale Anzahl Teilnehmende ist auf bis zu 32 Personen beschränkt. > Kostenlos. Zoom : aus den USA, aber auch auf Deutsch erhältlich. Einfaches Tool für Mac und PC. Super für kleine, interaktive Lerngruppen und perfekt für den Frontalunterricht mit unbegrenzt vielen Zuschauenden. > Kostenlos bis 19.99 US-Dollars pro Monat YouTube : die einfachste Art den Frontalunterricht live zu streamen. Zudem können die Videos dann auch einfach eingebettet werden zum Nachschauen. Linke können im Beschrieb aufgeführt werden. Die Interaktion ist ausschliesslich über Kommentare möglich. Kleiner Nachteil: kann nicht komplett passwortgesichert werden, nur aus der Suche ausgeschlossen. > Gratis Teamviewer / Blizz: Ist der normale Teamviewer ideal, um am Bildschirm 1-zu-1-Unterricht, z. B. in der Bedienung einer Software, zu erteilen, so wird mit der Blizz-Version der Unterricht mit bis zu 300 Teilnehmenden ermöglicht. Leider immer nur mit einer Lehrperson. > Gratis bis 19 CHF pro Monat Watson: Watson ist eine komplette Online-Learning-Plattform mit Interaktionstools und virtuellen Klassenzimmern. Es bedingt aber eine Schulung von Lehrpersonen und Schülern und Schülerinnen. Relativ komplex, aber bei genügend Einführungszeit sehr effizient und professionell. > 99 bis 999 US-Dollars pro Monat Vimeo : keine Live-Streaming-Möglichkeit, jedoch eine exzellente Plattform, um Videos hochzuladen. Hier kann im Gegensatz zu YouTube das Video auch passwortgeschützt werden und eine Bezahlmöglichkeit ist vorhanden. > 6 bis 45 CHF pro Monat Vimeo livestream : Wer den Livestream braucht, dem bietet Vimeo seit Neuestem im Premium-Paket diesen Dienst an. Super Qualität und einfach zu bedienen. Der Stream kann zudem gleichzeitig auch auf andere Social-Media-Kanäle gesendet werden. > 68 CHF pro Monat CrowdCast : sehr professionelle Plattform, auf der auch Klassenunterricht mit mehreren Lehrpersonen möglich ist. Zudem ist auch eine Chatfunktion integriert. Brauchte allerdings etwas Zeit, um sich einzuleben. > 20 bis 139 US-Dollars pro Monat GotoWebinar : Dies ist die beste Plattform, wenn vor allem Folien mit Grafiken erklärt werden sollen und es nicht primär um eine Videopräsenz geht. Es gibt Pakete mit 100, 500 und 1000 Teilnehmenden. > 89, 199 und 429 US-Dollars pro Monat Adobe Connect : Hier können Videos und Slides einfach kombiniert werden. Dient auch als Fileablage und als virtuelles Klassenzimmer, allerdings muss ein Adobe-Connect-Server aufgesetzt werden, um alle Funktionen nutzen zu können. > 48 bis 340 US Dollars pro Monat Gerne beraten wir Gemeinden, Schulinspektorate, Schulleiter und Schulleiterinnen, Direktionen von Schulen, Unis, Privatschulen oder Lehrpersonen und Pädagogen. > Abhandlung zum Thema E-Learning / Video Teaching Unsere Ansprechperson für E-Learning, Homeoffice, Videotutorials und virtuelle Klassenzimmer: Dan Riesen, Multimedia Producer VFS riesen@aloco.ch 079 222 78 45